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Heiß begehrte Raritäten - Klosterspeicher für Trödelmarkt geplündert

 

troedelmarktIn hellen Scharen strömten die Leute am Samstag auf den Klosterberg, alle hatten das gleiche Ziel: den großen Trödelmarkt. Schon vor Eröffnung am Vormittag drängten sich die Besucher und waren nicht mehr zu bremsen, sie stürmten in die Räume um möglichst als erste ihre Schnäppchen in Sicherheit zu bringen.
Für alle Flohmarktfreunde war hier Entdeckerland, auf der Suche nach Überraschungen wurden sie jedenfalls nicht enttäuscht. Mehrere Räume waren bis ins letzte Eck gefüllt mit Waren, es wurde feilgeboten, was sich im Speicher im Lauf der Zeit angesammelt hatte, die Palette reichte vom edlen „Botschamperl“ aus Porzellan bis hin zum Bettklopfer oder Wäschestampfer. So mancher Besucher stolperte über Raritäten, die er schon lange gesucht hatte und freute sich über sein Schnäppchen.
Angefangen von kunstvollen Handarbeiten bis zu Bildern in allen Größen, religiösen Artikeln wie Heiligenbilder und Kreuzen, gab es auch Tassen, Teller, Gläser, Schüsseln, Krüge und Vasen, Kerzen, Dekorationsartikel und Wandteppiche. Der Renner waren bei diesem Trödelmarkt Wäschekörbe mit und ohne Deckel, hölzerne Truhen, Stühle troedelmarkt2nd Schränke in allen Größen und Variationen. Begehrt waren auch die alten Schreibmaschinen, Plattenspieler, Nähmaschinen, Reisekoffer und Lampen und schnell vergriffen waren Blechwannen und Eimer. Kurzum, alle Flohmarktfreunde waren begeistert von diesem bunten Angebot.
Innerhalb kurzer Zeit waren die Tische wie leergefegt und für die späteren Besucher war die Auswahl nicht mehr groß, es gab halt nur mehr die „Ladenhüter“ nach diesem immensen Andrang. Da gab es schon mal enttäuschte Gesichter, doch sie wurden getröstet, der Klosterspeicher ist zwar im Moment arg geplündert doch er birgt sicher noch genügend Schätze, um wieder einen solchen Markt zu bestücken. Ein großes Arbeitspensum bewältigten die Schwestern mit dieser Aktion und das nicht nur bei den Vorbereitungen. Alle packten auch tatkräftig mit an, sei es beim Verkauf der Waren und kassieren.
troedelmarkt3Sie erwiesen sich als vielseitige Talente: „Die Nähmaschine funktioniert noch bestens“, so ermunterten sie die Kunden zum Kauf. Wenn auch am Ende ziemlich müde, zeigten sie doch große Zufriedenheit aufgrund des sensationellen Umsatzes. Die Mühe hatte sich gelohnt, den Erlös erhalten die Ärmsten der Armen in den Niederlassungen der Mallerdorfer Schwestern. Die Käufer der angebotenen Sachen erfreuten sich also nicht nur an den preiswert erstandenen Raritäten, sie erfüllten obendrein noch einen guten Zweck.