Feierlichkeiten zum 150. Todestag des seligen Paul Josef Nardini
Am 27. Januar 2012 jährte sich der Tag des Heimgangs des Priesters und Ordensgründers Paul Josef Nardini zum 150. Mal. Dies war für unsere Ordensgemeinschaft der Anlass, auf das Leben des im Oktober 2006 durch Papst Benedikt den XVI. selig gesprochenen zu blicken.
In den Tagen vom 27. bis 29. Januar 2012 fanden in Pirmasens und Mallersdorf aus dem Anlass des 150. Todestages von Dr. Paul Josef Nardini verschiedene Feierlichkeiten statt.
In Pirmasens, der Stadt des Wirkens des Seligen Paul Josef Nardini versammelten sich am Vormittag des 27. Januar 2012 um 10.30 Uhr, zu dessen Sterbestunde, Bischöfe, Priester, Ordenschwestern und weitere Gläubige zu einer Andacht am Grab des Seligen in der Kapelle des Nardinihauses. Es war für alle ein bewegender Moment, als pünktlich um 10.47 Uhr, dem Zeitpunkt seines Todes, die große Glocke der Kirche St. Pirmin zu läuten begann. Zuvor hatte in einem geistlichen Impuls Sr. M. Radegund Bauer an die tiefe Glaubenshaltung des gerade 40-jährigen, schwer erkrankten Nardini in seinen letzten Lebenstagen und -stunden erinnert. Sr. M. Radegund hielt auch am Nachmittag in der Pfarrkirche St. Pirmin in Pirmasens einen Vortrag unter dem Thema "Nardini - ein begeisterter Priester und eifriger Seelsorger". In seiner Predigt im Pontifikalamt am Abend würdigte Bischof Karl Heinz Wiesemann den seligen Nardini als eine wegweisende Gestalt für die Kirche in heutiger Zeit (Predigt im Wortlaut).
Die in den bayerischen Diözesen tätigen Schwestern der Ordensgemeinschaft waren an den beiden darauf folgenden Tagen eingeladen, aus diesem Anlass an einem Schwesterntag im
Mutterhaus teilzunehmen. Auch dieser wurde durch die Darstellung des letzen Lebensjahres des Seligen Stifters der Ordensgemeinschaft eingeleitet. Nach dem eindrucksvollem Vortrag von Sr. M. Radegund hatten die Schwestern die Gelegenheit, verschiedene Angebote wahrzunehmen: im Vortragssaal des Exerzitienhauses konnten die Schwestern einen Filmbericht über das Leben und Wirken von Paul Josef Nardini sehen, außerdem stand die Nardini-Gedenkstätte des Mutterhauses zu Besichtigung mit Führung offen, in der Nardini-Kapelle und in der Kapelle des Franziskushauses bestand die Möglichkeit zu stiller Verehrung des Seligen und eucharistischer Anbetung. Den Abschluss des Schwesterntages bildete jeweils ein
Pontifikalamt, dem am Samstag der Bischof der Diözese Speyer, Karl Heinz Wiesemann, und am Sonntag Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg vorstand. Beide Bischöfe blickten in ihren Predigten auf das Leben des Seligen, das auch heute noch ein leuchtendes Vorbild für ein Leben in der Nachfolge Christi sei.
Die musikalische Gestaltung der beiden Ponifikalämter in der Klosterkirche des Mutterhauses übernahm der Schwesternchor der Gemeinschaft unter der Leitung von Sr. M. Petra Deinhofer. Mit der „Kleinen Festmesse“ von P. Bonifaz Stöckl, bearbeitet von Sr. M. Petra Deinhofer für Frauenchor, Orgel und 2 Violinen, erklang zu diesem Anlass ein Werk eines Mallersdorfer Benediktiners aus dem 18. Jahrhundert.
Der 150. Todestag was für uns als Schwestern der Ordengemeinschaft des Seligen Paul Josef Nardini nicht nur Anlass zu dankbarem Rückblick auf das Leben und Wirken des Ordensgründers, sondern auch zur Rückbesinnung auf die eigene Berufung in die besondere Nachfolge Christi als Ordensfrau.










