Mallersdorfer Schwestern - Kloster Mallersdorf
  1. Liebe Sr. M. Robertine, Sie sind die Schwester, die schon am längsten in diesem Konvent lebt.
  • Ja, ich bin schon 40 Jahre hier zu Hause.
  1. Das ist eine lange Zeit. Was hat sich in dieser Zeit am meisten verändert?
  • Vor 40 Jahren waren die Tätigkeiten der Schwestern mehr an unser Haus gebunden. Und es gab immer einige Mitschwestern, die in München studierten oder einen heimpädagogischen Kurs besuchten und selbstverständlich in unserem Konvent mitlebten. Dann entwickelte sich die Obdachlosenhilfe in der Pfarrei als Aufgabe für Schwestern, die Telefonseelsorge kam dazu und schließlich die Altenheimseelsorge. Der Kinderhort im eigenen Haus wurde im Laufe der Zeit aufgegeben, genauso wie die Nähschule. Im Zusammenhang mit diesen Veränderungen habe ich auch zwei große Umbaumaßnahmen hier erlebt.
  1. Was macht für Sie die Stärke dieses Konvents aus?
  • Durch die unterschiedlichen Tätigkeiten und Lebensalter können wir uns ergänzen. Das ist nicht immer leicht, aber es ist sehr bereichernd – auch in Bezug auf unsere religiösen Sichtweisen und unsere franziskanische Einstellung.
  1. Wie beeinflusst die Stadt die Gemeinschaft hier?
  • Es gibt zahlreiche religiöse Angebote und kulturelle Veranstaltungen, an denen wir auch teilweise teilnehmen. Das kann natürlich viel Abwechslung oder - negativer gesehen – viel Unruhe bedeutet. Und wir bekommen selbstverständlich auch zu spüren, dass höchst verschiedene Menschen in München leben; das ist anders als an den ländlichen Standorten unserer Ordensgemeinschaft. Sehr Reiche leben in der Großstadt neben Obdachlosen; so manch ein urwüchsiger Münchener oder Bayer findet sich genauso wie viele Menschen mit Migrationshintergrund. Für uns im Konvent ist das selbstverständlich geworden.
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