Mallersdorfer Schwestern - Kloster Mallersdorf

Benedikt und Scholastika

benedikt

Rechts neben der Heiligen Familie sind Benedikt und Scholastika zu sehen. Die Köpfe der zwei heiligen Geschwister sind zum Zeichen ihrer Gottesliebe von einem roten Heiligenschein umrahmt. Mit seiner berühmten Ordensregel gilt Benedikt als Begründer des europäischen Klosterlebens. Entsprechend ist er am Mönchsgewand zu erkennen. Er hält einen Stab, der ihn als Abt ausweist. Scholastika ist ebenfalls in den benediktinischen Habit gekleidet. Das Buch in ihren Händen steht für das Evangelium und die Ordensregel; es zeigt, dass sie besonders Gott-verbunden lebt. Rechts und links von ihr fallen Regentropfen. Die rufen eine Legende ins Gedächtnis: Einmal im Jahr besucht Benedikt seine Schwester im Kloster. Da sie spürt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, bittet sie ihn, über Nacht zu bleiben. Er aber will nicht. Da betet sie. Und ein heftiges Gewitter mit Starkregen zwingt ihn zu bleiben. „Ihre Liebe ist stärker als meine“, gesteht Benedikt da ein. Als Scholastika bald nach seinem Besuch stirbt, sieht er ihre Seele in Gestalt einer Taube in den Himmel aufsteigen. Auch die ist im Bild zu sehen.

Vielleicht wundert es Sie ja, dass wir als Franziskanerinnen benediktinische Vorbilder zu „unseren“ Heiligen zählen? Es hängt damit zusammen, dass fast 700 Jahre lang Benediktiner in der Mallersdorfer Abtei lebten. Sie und ihr Ordensgründer sind also unsere Kloster-Vorfahren! Ohne sie hätten unsere Schwestern 1869 die leer stehenden Gebäude auf dem Klosterberg nicht kaufen können. Ohne sie wären wir nicht hier. Und deshalb sind Benedikt und seine Schwester Scholastika zu Recht auf dem Bildstock mit „unseren“ Heiligen zu finden.
An sie wenden wir uns, dass wir miteinander leben wie Geschwister, die sich aufeinander verlassen können. An sie wenden wir uns, dass wir gute Vorfahren werden für die, die einmal nach uns auf den Klosterberg kommen.

Heiliger Benedikt und heilige Scholastika – bittet für uns!

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